
HydrOxy Hub Walsum
Neubewertung des Projekts
Wasserstoff kann eine große Rolle bei der Transformation der Industrie spielen. Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland verläuft jedoch schleppend. Die Gründe dafür sind vielfältig, mitentscheidend sind die bürokratischen Anforderungen an grünen Wasserstoff aus Brüssel. Diese machen vieles komplizierter und teurer und führen zu verzerrten Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU. Darüber hinaus sind die hohen Strompreise in Deutschland eine große Hürde. Die Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist prozessbedingt sehr stromintensiv. Gleichzeitig zählen die Strompreise in Deutschland zu den höchsten weltweit. Das führt dazu, dass Wasserstoffprojekte in Deutschland kaum wettbewerbsfähig sind. Die gesamtwirtschaftliche Situation und der verzögerte Energieinfrastrukturausbau sind eine weitere Bürde.
Das geht auch am Elektrolyseur-Projekt in Duisburg-Walsum (HydrOxy Hub Walsum) nicht spurlos vorbei. Ein potentieller Ankerkunde hat die Ausschreibung pausiert. Die Pläne für einen großen Elektrolyseur mit bis zu 500 MW Leistung werden aufgrund der mangelnden Wasserstoffnachfrage in großen Mengen momentan nicht aktiv weiterverfolgt. Wir bewerten den Projektansatz, also dezentrale Wasserstofferzeugung an unseren Kraftwerksstandorten, aktuell neu und prüfen alternative Abnahme-Routen. Hierzu befinden wir uns in guten Gesprächen mit potentiellen Partnern. Dabei bleiben wir vom Standort Walsum fest überzeugt: Walsum ist bestens geeignet für die verbrauchsnahe Erzeugung von Wasserstoff im westlichen Ruhrgebiet. Die netztechnische Anbindung an das Strom- und das zukünftige Wasserstoffkernnetz ist optimal. Deshalb treiben wir die Entwicklung des Standortes in den etablierten Partnerschaften weiter voran.
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